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Ausgangspunkt
Die Anfang März 2021 weiterentwickelte Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie rückt „Kreislaufwirtschaft“ in einen zentralen Fokus, indem das Thema erstmals als einer von sechs Transformationsbereichen benannt wird, der für die Umsetzung der Agenda 2030 von besonderer Relevanz ist: „Der Transformationsbereich Kreislaufwirtschaft (SDGs 8, 9, 12) trägt der Notwendigkeit Rechnung, das Wachstum vom Ressourcenverbrauch zu entkoppeln. Konsum und Produktion müssen innerhalb der planetaren Grenzen stattfinden.“
Wie bei allen anderen Feldern nachhaltiger Entwicklung kommt es bei der Kreislaufwirtschaft darauf an, das Thema gesamtgesellschaftlich anzugehen und möglichst alle relevanten Zielgruppen adäquat anzusprechen und einbeziehen.
Social Media können in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle spielen.

Herausforderung
Wie können wir erreichen, dass über eine breit angelegte und zielgruppenorientierte Social Media-Kampagne Kreislaufwirtschaft in Kommunen regional in den Fokus gerückt und gesamtgesellschaftlich bearbeitet wird?

Kommunales Beispiel und Ansatzpunkte
Im Rahmen seines Zukunftskonzeptes 2025 baut der Kreis Lippe sein Engagement im Bereich zirkuläre Wertschöpfung seit langem gezielt aus. Anknüpfungspunkte an aktuelle Projekte des Kreises sind bspw. der Masterplan 100 % Klimaschutz, Ökoprofit, Evolving Regions (Klimafolgeanpassung), HyDrive-OWL (Förderung Wasserstoffinfrastruktur), Lippe Re-Klimatisiert (Einzelförderung eines interkommunalen Projektes – Kreis Lippe mit vier Gemeinden) im Kontext politisch breit getragener Prozesse und Projekte zur Nachhaltigkeit und zum Klima- und Ressourcenschutz.
Das derzeit deutschlandweit einzigartige Konsortium „Lippe Zirkulär“ vereinigt mehr als 30 lokale und regionale Akteure aus Wirtschaft, Gesellschaft, Forschung sowie kommunaler Politik und Verwaltung – ebenen- und parteiübergreifend. Gemeinsam fokussieren die Beteiligten auf tragfähige Prozesse nachhaltigen und zirkulären Wirtschaftens. Denn kommunale Daseinsvorsorge ist mehr als die Umsetzung sogenannter Pflichtaufgaben. Das hat insbesondere das letzte Jahr eindringlich gezeigt. Kommunale Daseinsvorsorge ist verbunden mit dynamischen und gleichberechtigten Prozessen. Das bedeutet auch, die Resilienz einer Region zu optimieren. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie ein „Wirtschafts- und Lebensraum der Zukunft“ als Teil einer nachhaltigen Kommune zu gestalten ist. Der Kreis Lippe als ländliche Gebietskulisse ist als Initiator und Kümmerer aktiv und das initiierte Konsortium Lippe zirkulär begegnet der Frage nachhaltigen zirkulären Wirtschaftens mit innovativen Modellen der Partizipation und neuen Formen für die Umsetzung zirkulären Denkens und Wirtschaftens.

Weiterentwicklung im Rahmen von Update Deutschland
Das erwähnte exemplarischen Beispiel zeigt, dass es an der Zeit ist, dem Thema Kreislaufwirtschaft in Kommunen den Stellenwert einzuräumen, der ihm zukommt, um die Ziele der Agenda 2030 zu erreichen. Nur möglichst breit angelegte Prozesse sind erfolgversprechend und können alle relevanten Zielgruppen einbeziehen.
Folgende Fragen könnten im Rahmen von Update Deutschland diskutiert werden:

  • Wie kann ein Netzwerk wie „Lippe Zirkulär“ verstetigt und zu einer gesamtgesellschaftlichen regionalen Initiative werden?
  • Welchen Beitrag dazu kann eine maßgeschneiderte Social Media-Kampagne leisten?
  • Wie muss sie angelegt sein und umgesetzt werden?


Kampagne „Meine Stimme“ #ichbindabei #lippezirkulär


Die Welt ist sich einig, dass es um die Natur als unserem Versorger schlecht steht. Viel zu lang haben wir Menschen ignoriert, dass unsere Ressourcen endlich sind. Das hat zur Zerstörung des Gleichgewichts unseres Planeten geführt. Die Folgen sind katastrophal.

Die eigene Stimme
Die Kampagne „#ichbindabei“ zeigt Bürgerinnen und Bürger aus dem Kreis Lippe. Sie nehmen Stellung mit Zitaten und sind mit ihrer Stimme dabei sich für zirkuläres Wirtschaften und das Denken in Kreisläufen stark zu machen.

Postkarten und Großplakate
Die Kampagne besteht aus Postkarten und Großplakaten. An ausgewählten Orten in Lippe werden 20 großformatige indoor/outdoorfähige Großfotodrucke aufgehängt und ausgestellt – es sind Denkanstöße zum Thema zirkuläres Denken und Wirtschaften.

Videokonferenz | 9:00 Uhr bis 11:30 Uhr

In den vergangenen Monaten fanden im Rahmen von Lippe zirkulär zahlreiche Veranstaltungen statt, die als Videokonferenzen und/oder Hybridveranstaltungen durchgeführt wurden. Verschiedene robuste Arbeitskreise haben sich etabliert. Insgesamt eine bunte und facettenreiche Dynamik. Das 7. Steuerungstreffen nehmen wir zum Anlass das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und Ausblicke für das kommende Jahr 2021 auszutauschen.

  • Transferprozesse in Unternehmen | Thomas Hohberg, Windmöller GmbH und Heike Wulf, Effizienz-Agentur NRW
  • Perspektiven aus dem Werkstattgespräch Kunststoff – Einsatz von Rezyklaten | Melanie Lehmann, Oskar Lehmann GmbH &Co.KG
  • Zukünftige Veranstaltungsserie Werkstattgespräche | Ulrike Künnemann, InnoZent und Friederike David, VDI-Ostwestfalen-Lippe Bezirksverein e.V.
  • Lippe Bildung zirkulär – weiter so | Markus Rempe, LippeBildung eG
  • Bilanz und Aktivitäten im Bereich der FH Bielefeld und Entwicklung von Bildungsmodulen | Eva Schwenzfeier-Hellkamp, FH Bielefeld/iTES
  • Nachhaltigkeit | Regina Latyschew, Koordination kommunaler Entwicklungspolitik
  • Partizipation und Teilhabe an Ausschreibungen | Benjamin Dally, TH OWL und
  • Prozessentwicklung und gemeinsames Netzwerken | Norbert Reichelt, CirQuality OWL
  • Unternehmensansprache zirkulär 2021 | Matthias Carl, IHK Detmold

Videokonferenz | 15:00 Uhr bis 16:30 Uhr

Schwerpunkt der Videokonferenz ist es, konkrete Bau- bzw. Sanierungsobjekte/Vorhaben zu identifizieren und vor Ort vorbildliches „zirkuläres Bauen anzupacken“.
Nach intensiven Gesprächen mit Vertretern der Stadt Detmold ist es dem AK Bauen Add On nun ermöglicht eine Freifläche als zirkuläres Projekt zu denken, zu planen und umzusetzen. Die drei Eckpfeiler zirkulärer Kreisläufe: soziale – ökonomische – ökologische Dimension bilden hierbei die Basis. Der Spielplatz, siehe auch beigefügtem Auszug aus dem Spielflächenleitplan, hat Ausbaupotenzial und kann von uns vollumfänglich „zirkulär“ gedacht werden. Die Lage an einer Freifläche und die Möglichkeit, auch Natur ins Spiel einzubeziehen, lassen große Gestaltungsspielräume zu.
Anmeldung erforderlich B.Essling@kreis-lippe.de

Videokonferenz | 15:00 Uhr bis 16:30 Uhr

Die Initiative „Lippe zirkulär“ entwickelt im Arbeitskreis Sensibilisierung Bildung und Erziehung praxisbezogene Weiterbildungsmodule zur zirkulären Wertschöpfung. Das Weiterbildungsangebot soll sich an Kita- und OGS-Kräfte, die Kinder zwischen 5 und 10 Jahren betreuen. Anhand verschiedener Leitthemen soll zirkuläres Denken trainiert und neue Impulse gesammelt werden, um Kreislaufprozesse in die alltägliche pädagogische Arbeit zu integrieren. Von zentraler Bedeutung ist hier, dass praktische Beispiele entwickelt werden, die für das Wohlbefinden und die Gesundheit großer und kleiner Menschen eine Rolle spielen.
Anmeldung erforderlich B.Essling@kreis-lippe.de

Ortsbesichtigung | 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Müll als wertvolle Ressource. Wertschätzt man Abfälle und „behandelt“ man sie nach den Regeln der Wirtschaft, entsteht Nachfrage. Die Agenda 2030 verfolgt das Ziel mehr Abfall recyclingfähig zu machen – also schon beim Produktdesign sowie in der Produktion an das spätere Recycling zu denken. Recycling zu standardisieren, den Müllsektor wettbewerbsfähig aufstellen und damit im Besten Fall neue Arbeitsplätze und Innovation auf den Weg zu bringen – das ist die angestrebte Vision. Wie müssen/sollen Wertstoffhöfe bzw. Verwertungs- und/oder Entsorgungsanlagen von morgen strukturiert sein?
Welche Gestaltungmöglichkeiten/-potenziale haben abfallwirtschaftliche Einrichtungen?
Die Vorträge von Christoph Haub | PreZero und Ron van Ommeren | Modulo NL zeigten verschiedene Wege auf um die Funktionsfläche „Wertstoff-Höfe“ mit erweiterten Ansätzen zu denken. Die anschließende Diskussion verdeutlicht, dass zirkuläres Denken und Wirtschaften zunächst das Vordenken von Prozessen benötigt. Ob es der zukünftige Umgang im Bereich Verpackung ist oder Wissenstransfer bezogen auf die Hausmülltrennung u.v.m.. Allgemeiner Konsens war und ist, Aufklärungsarbeit – auch bei den ganz Kleinen – ist erforderlich. Bürgernähe und ein innovativer Dienstleistungsgedanke für die anstehenden Veränderungsprozesse in Richtung zirkulären Denkens, Handelns und Wirtschaftens sehr wichtig. Wertstoffhöfe zu sympathischen Orten zu machen und damit den Nutzen für den Bürger zu erhöhen, könnte hier ein erster Ansatzpunkt sein, so ein Ergebnis der Diskussionsrunde.


Nachhaltige Gewerbegebietsentwicklung

Die Geschäftsstelle Lippe zirkulär des Kreises Lippe hat vor gut 3 Jahren den Prozess angestoßen neue Potentiale für die Gewerbegebietsentwicklung auszuloten und die Aspekte Nachhaltigkeit sowie zirkuläres Wirtschaften möglich früh in der Planung zu berücksichtigen.
In diesem Jahr starteten wir eine Veranstaltungsreihe (Präsenz und digital) mit dem Titel: Nachhaltige Gewerbegebiete.

Ziele für 16 Städte und Gemeinden in Lippe
 

Ziel der Veranstaltungen ist es, den Bürgermeister*Innen, Planungs- und Bauabteilungen der 16 Städte und Gemeinden in Lippe sowie weiteren Interessierten aus Ostwestfalen-Lippe Konzepte vorzustellen, die bei wünschenswert gleichbleibenden Kosten Lösungsbeispiele aufzeigen, die zirkuläres Wirtschaften (u.a. Cradle to Cradle Ansätze) systematisch mitdenken.
Da es vor Ort aus unterschiedlichsten Gründen eher weniger realistisch ist, gleich das ideale C2C Gewerbegebiet zu etablieren, soll die Veranstaltung auch Bausteine und Module aufzeigen, wie der Prozess, es operativ umzusetzen, mit den vielen relevanten Akteuren in Gang gesetzt werden kann.  
Für die Veranstaltung zuträglich ist aber auch, wenn seitens der Teilnehmer in den jeweiligen Diskussionen geäußert wird, wodurch sie gegebenenfalls Hemmnisse erfahren haben, die es zu überwinden gilt.   
    
Themen

  • Steuerungsmöglichkeiten seitens des Bundes und der Kommunen zur Förderung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft im(n) (Gewerbe)gebieten,
  • Vorhaben im Gewerbe der Stadt Venlo, NL
  • Das ideale C2C Gewerbegebiet – Modellvorhaben der Stadt Bielefeld BIZZ
  • Realisierung von kommunalen (Gewerbe)Bauprojekten unter C2C Aspekten
  • Kurze Exkurs und Vorgeschmack für die Anschlussveranstaltung: Nachhaltige Gewerbegebiete | Part III im Februar 202 zu neuen DNAs für Unternehmen und Unternehmenszusammenschlüssen

Zum Hintergrund
Das vom Kreis Lippe initiierte Konsortium “Lippe zirkulär” ist ein Zusammenschluss aus Vertretern von Unternehmen, Industrie und Wirtschaftsverbänden, Universitäten, Forschungseinrichtungen und weiteren Multiplikatoren.
Erklärtes Ziel ist es, gemeinsam Strategien und Prognosen anzustoßen, die Produktnutzen ohne Rohstoffverbrauch neu definieren. Mit Blick auf Nachhaltigkeit, Qualität und Nützlichkeit gilt es, eine gesamtgesellschaftliche Sensibilisierung ins Bewusstsein zu bringen – weg von der reinen Öko-Effizienz hin zu einer Öko-Effektivität in Lehre, Wirtschaft, öffentlicher Hand und bei Endverbrauchern.
Eine neue Mentalität, die Teilen und gemeinsamen Nutzen von Dingen und Dienstleistungen in den Mittelpunkt stellt.

Teilnehmer v.l.n.r
Jochen Ebbing . Lobbe Industrieservice GmbH & Co KG, Clas Ötting . RELUX Kunststofftechnik GmbH & C. KG, Rafael Kochanek Ferchau,  Christian Claes . Profectus Films GmbH, Birgit Essling . Lippe zirkulär, Axel Baranek . FVH Folienveredelung Hamburg GmbH & Co. KG, Dr.-Ing. Peter Ryzko . VDI e.V. / Südpack GmbH & Co.KG, Michael Beck . Wentus Kunststoff GmbH, Friederike David . Verein Deutscher Ingenieure – VDI Ostwestfalen Lippe e.V. / CirQuality OWL,  Prof. Dr.-Ing. Christoph Jaroschek . Fachhochschule Bielefeld, Marcell Wiese . Lobbe Entsorgung GmbH, Ulrike Künnemann . InnoZent OWL e.V. / CirQuality OWL,  Elke Meyerbröker . GVA Gesellschaft zur Verwertung von Abfällen im Kreis Minden-Lübbecke mbH, John-Jerome Maly . Wentus Kunststoff GmbH, Dr. Ute Röder . Kreis Lippe, Melanie Lehmann . Oskar Lehmann GmbH & Co.KG,Prof. Dr.-Ing. Volker Schöppner . Universität Paderborn, Kurt Gebert . VDI e.V. / ALLOD Werkstoff GmbH & Co. KG,  Christian Henrichsmeier . groku-Kunststoffe GmbH, Katja Seibel . Kunststoffe in OWL e.V., Marc Bracke . IANUS Simulation GmbH,  Jürgen Hofmann . Renolit SE,
Virtuell dabei: Sebastian Dieninghoff . PreZero Service Westfalen GmbH & Co.KG,  Dr. Holger Berg . Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH
Nicht auf dem Bild: Dr. Johann-Peter Wulf . Ninkaplast GmbH

Werkstattgespräch:
Steigerung der Einsatzquote von Regranulat – wie lassen sich Kreisläufe zwischen Entsorgern, Verarbeitern und Herstellern schließen?
Unter dieser Zielsetzung trafen Entsorger, Verarbeiter, Hersteller und Anwender von Regranulaten sowie Vertreter aus Wissenschaft und Forschung erstmalig im Rahmen eines Werkstattgespräches zusammen.
Konsens des „Kick-Off‘s“ ist es, einen nachhaltigen Expertenaustausch in der Region für die Region in Gang zu setzen.

Akzeptanz durch Verbraucher
Die Branche der kunststoffverarbeitenden Unternehmen ist seit mehreren Jahren mit vielen Vorbehalten konfrontiert. Nachhaltige, kreislauffähige und damit auch zukunftsfähige Produkte sind gefragt. Nach Einschätzung der Experten spielt die Akzeptanz durch die Verbraucherinnen und Verbraucher eine ebenso entscheidende Rolle wie die Abstimmung und Synergiebündelung der unterschiedlichen Akteure: Entsorger, Recycler, Hersteller, Anwender bzw. weiterverarbeitende Unternehmen sowie Vertreter aus Forschung und Entwicklung.
Umwelt- und klimabewusst, Richtlinien konform und modern, wirtschaftlich und nachhaltig – so will man auch in Zukunft neue tragfähige Absatzmärkte sondieren und weiterentwickeln.

Dialog und Austausch
Dialog und Austausch ist von allen Seiten gewünscht, denn:

  • Hersteller von Regranulaten kämpfen mit der Situation, dass die Preise für Rezyklate an den Rohölpreis gekoppelt sind. Ist dieser niedrig, ist Neuware billig und Rezyklate verlieren ihre Wettbewerbsfähigkeit. Auch können heute Rezyklate aufgrund gesetzlicher Bestimmungen nicht für bestimmte Bereiche eingesetzt werden. Hier spielen derzeit ihre spezifischen Materialeigenschaften und das Kaufverhalten des Verbrauchers eine die Produktion und den Absatz hemmende Rolle.
  • Anwender bzw. Weiterverarbeiter von Rezyklaten brauchen dauerhaft verlässliche Qualitäten und Mengen und dies zu einem wettbewerbsfähigen Preis. Auch gilt es, die B2B Kunden vom Rezyklateinsatz zu überzeugen. Dies hätte dann positive Effekte auf die Endkunden.
  • Entsorger und Recycler sind darauf angewiesen, sortierfreundliche Verpackungen und Produkte zu bekommen. Gibt es keine abgestimmte Entwicklung zwischen Produzenten bzw. Herstellern, die neue Materialien auf den Markt bringen, können Recyclingversprechen nicht erfüllt werden.Wie in den anderen Bereichen spielt auch hier der Verbraucher eine wesentliche Rolle. Die Qualität der Abfalltrennung beeinflusst maßgeblich die realisierbaren Recyclingprozesse. Aufklärung durch Öffentlichkeitsarbeit und Informationen für Jung und Alt sind daher entscheidende Instrumente für maßgebliche Veränderung in dieser Zielgruppe.
  • Forschung und Entwicklungslabore denken bereits heute über Anforderungen für innovative Materialien und neue Designs und Geometrien nach und formulieren explizit ihr Interesse an einer Zusammenarbeit mit den „Praktikern“ der Kunststoffbranche.

Werkstattgespräche
Das Werkstattgespräch bildet somit den Startpunkt für weitere Zusammenkünfte in kleineren Arbeitskreisen. Die einmütige Zustimmung, dass Dialog zwischen den Akteuren und Informations- und Aufklärungsarbeit unverzichtbar sind, mündet in Angebote und Arbeitskreise, die in den nächsten Monaten gezielt geplant und umgesetzt werden. Weitere Interessenten sind herzlich eingeladen, sich an diesem Prozess zu beteiligen!

Eine gemeinsame Veranstaltung von
InnoZent OWL e.V. & VDI . Verein Deutscher Ingenieure Ostwestfalen-Lippe e.V. im Rahmen von CirQuality OWL,
VDI . Verein Deutscher Ingenieure Lenne Bezirksverein e.V., Lippe Zirkulär, Kunststoffe in OWL e.V.

Die Veranstaltung ist Bestandteil des „Solutions – OWL Forums für Technologie und Innovation“. 

Ansprechpartnerinnen
Kunststoffe in OWL:
Katja Seibel . seibel@kunststoffe-in-owl.de
Lippe zirkulär:
Birgit Essling . b.essling@kreis-lippe.de
VDI – Verein Deutscher Ingenieure Ostwestfalen-Lippe e.V. / CirQuality OWL: 

Friederike David
bv-owl@vdi.de
InnoZent OWL e.V. / CirQuality OWL:
Ulrike Künnemann . ukuennemann@innozentowl.de


Zahlreichen Veranstaltungen

Viel ist in den vergangenen Monaten geschehen – trotz der Pandemie und den damit verbundenen neuen Herausforderungen. Neben zahlreichen Veranstaltungen, die als Videokonferenzen und/oder Hybridveranstaltungen stattfanden, haben sich robuste Arbeitskreise etabliert.

Nachhaltige Gewerbegebiete
Die Veranstaltungsreihe „Nachhaltige Gewerbegebiete“ zeigt das Potenzial in Bezug auf zirkuläres Denken und Wirtschaften in Lippe und Ostwestfalen.
Unternehmen brauchen Platz zum Wirtschaften. Wie können neue und bestehende Gewerbegebiete mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen ökologische, soziale und wirtschaftliche Erwägungen in den Fokus nehmen und Nachhaltigkeit leben. Der Schlüssel zum Erfolg liegt maßgeblich in dem Aufbau oder Ausbau starker Partnerschaften zwischen Kommune und Unternehmen. Denn langfristige Vernetzung bewirkt eine Erhöhung der Standortqualität für die Unternehmen und ermöglicht gleichermaßen einen Beitrag zum Klimaschutz. Experten aus den Bereichen: Kommune, Wirtschaft, Recht und Förderlandschaft berichten aus der Praxis und zeigen worin die Chancen für Unternehmen und Kommunen im gemeinsamen Weg zum nachhaltigen Gewerbegebiet liegen.

Metamorphose Hochschule und Bildung
Aus der Workshop-Arbeitsgruppe „Metamorphose Hochschule und Bildung“ haben sich mittlerweile zwei Arbeitskreise gebildet. Zum einen der

und der

  • AK . Bauen – Add Ons.

Kommunen innovativ
Im Rahmen der Fördermaßnahme “Kommunen innovativ” vom BMBF entsteht in Kooperation mit dem WILA Bonn, dem Wuppertal Institut und Partnern des Konsortiums Lippe zirkulär die Projektskizze „Innovative Modelle der Partizipation und Aktivierung von „Circular Transfer Services“ mit dem Akronym:
IMPACTS, Projektdauer: 36 Monate.
Einreichung im Juni 2020.

www.lippe-zirkulaer.de online
Besonders glücklich sind wir darüber, dass die Webseite www.lippe-zirkulaer.de online ist.
Die Konsortiumsmitglieder von Lippe zirkulär sowie die Aktivitäten der Geschäftsstelle Lippe zirkulär sind hier dokumentiert. In den kommenden Wochen passiert noch einiges.

Kampagne „Meine Stimme“ #bindabei #lippezirkulär
Die Kampagne „#ichbindabei“ zeigt Bürgerinnen und Bürger aus dem Kreis Lippe. Sie nehmen Stellung mit Zitaten und sind mit ihrer Stimme dabei sich für zirkuläres Wirtschaften und das Denken in Kreisläufen stark zu machen. Die Kampagne besteht aus Postkarten und Großplakaten. An ausgewählten Orten in Lippe werden 20 großformatige indoor/outdoorfähige Großfotodrucke aufgehängt und ausgestellt – Denkanstöße zum Thema zirkuläres Denken und Wirtschaften.

Nachhaltiges Gewerbegebiet.Lippe zirkulaer_20 am 13.08.2020Teilnehmer v.l.n.r.                                                                                                                                                                                                ©J.Staebler
Birgit Essling . Geschäftsstelle Lippe zirkulär,
Thomas Lammering . Fachbereichsleiter 5 und 7 . VV Beigeordneter Stadt Detmold,
Digital: Tobias Löser . Gewerbegebietsmanagement Wifö Frankfurt .a.M.,
Dr. Ute Röder . Fachbereichsleiterin Umwelt und Energie Kreis Lippe,
Heike Wulf .  Effizienzberaterin efa Effizienz-Agentur NRW,
Dr. Claas Birkemeyer . Rechtsanwalt Streitebörger PartGmbH,
Susanne Smolka . Unternehmensnetzwerk Nachhaltigkeit Remscheid ,
Stephanie Horn . Standortleitung Lear Corporation Automobile Standort Remscheid                                                

Begehrtes Gut: Ressource Fläche
Die Ressource Fläche ist ein begehrtes Gut. Rohstoffe und Energie werden absehbar Kostentreiber. Alles Faktoren, die für die Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit von Unternehmen an Bedeutung gewinnen.

Nachhaltigkeit als Konzept
Wie kann/muss daher Nachhaltigkeit als robustes Konzept bei der Gestaltung zukunftsfähiger Gewerbeflächen umgesetzt werden?
Welche unterschiedlichen Bedürfnisse der Flächennutzung und zugleich ökologischen, sozialen und wirtschaftliche Aspekte müssen abgewogen werden?
Wie kann Lust auf Neues gefördert werden?
Welche rechtlichen Rahmenbedingungen fördern ein nachhaltiges Gewerbegebiet?
Liegt der Schlüssel in stabilen Partnerschaften zwischen Kommune und Unternehmen?
Worin liegen die Chancen für alle beteiligten Akteure auf dem gemeinsamen Weg zum nachhaltigen Gewerbegebiet?

Austauschförderung
Die Geschäftsstelle Lippe zirkulär und der Fachbereich Umwelt und Energie des Kreises Lippe organisieren einen Austausch über die Rolle der Kommunen, planungsrechtliche Aspekte und Fördermöglichkeiten, die bei der Umsetzung von nachhaltigen Gewerbegebieten eine Rolle spielen können. Ebenso berichten Vorreiter aus anderen Gebietskulissen über ihre Lösungen und Wege in Richtung Nachhaltigkeit.

Interesse von den Komunen
Die Gespräche mit den unterschiedlichen Akteuren zeigen, das Interesse und der Bedarf von Kommunen sind groß. Unter den bisher bundesweit bestehenden nachhaltigen Gewerbegebieten gibt es derzeit kein Vorzeigeprojekt, das als Vorbild dienen könnte. Zu klären ist, ob neue Gebiete erschlossen oder bereits bestehende revitalisiert werden sollen. Überlegenswert ist auch der Gedanke, ein nachhaltiges Gewerbegebiet räumlich dezentral als Prozess mit einzelnen Modulen zu installieren. Unterschiedliche, kleinteiligere Standorte hätten den Vorteil, schneller realisierbar zu sein. Ein Neubau wirft zudem immer Fragen der Flächensparsamkeit, Energieversorgung und Mobilität auf. Innovative Vorhaben von Unternehmen sprengen häufig den Rahmen des geltenden Baugesetz-buches. Es wird angeregt, das Interesse von Unternehmen bestehender konventioneller Gewerbegebiete über IHK und Handwerkskammern abzufragen.

Austausch mit Politik

Über den bestehenden, intensiven Austausch mit der Politik fließen Inhalte und Ergebnisse der Veranstaltungen von Lippe zirkulär in Beschlussvorlagen ein. Grundsätzlich ist zu definieren, wo zukünftig die Arbeitsschwerpunkte liegen.
Für die nächste Veranstaltung zum nachhaltigen Gewerbegebiet am 30.11. hat MdB Christian Haase seine Teilnahme zugesagt.
Die Rückmeldungen der 40 Teilnehmer*innen sind im Nachgang der Veranstaltung durchweg positiv. Alle sind sehr angetan von den fundierten, eingängigen und ebenso praxisbezogenen Vorträgen und Präsentationen. Auch die Umsetzung einer „Hybrid-Veranstaltung“ wird positiv bewertet.

Referenten
Lippe Zirkulär und Kommunale Partnerschaften
Dr. Ute Röder . Fachbereichsleitung Kreis Lippe :
Rechtliche Rahmenbedingungen zur VerwirklichungNachhaltiger Gewerbegebiete
Dr. Birkemeyer . Streitebörger Rechtsanwälte :
Förderinstrumente
Heike Wulf . efa Effizienz-Agentur NRW :
Best-Practise Nachhaltige Gewerbegebiete
Tobias Löser . Wifö Frankfurt .a.M.:
Gewerbegebietsmanagement
Susanne Smolka . Unternehmensnetzwerk Nachhaltigkeit . Remscheid
Stephanie Horn . Standortleitung Lear Corporation Automobile

Workshops
(1) Umsetzungsstrategien Nachhaltige Infrastruktur
(2) Citizen Circular Services – digitale Handelsplattformen
(3) Raumfunktionalitäten der Zukunft
(4) Starke Partnerschaften Kommune und Unternehmen

Teilnehmer v.l.n.r.                                                                                             ©Kreis Lippe
Birgit Essling . Geschäftsstelle Lippe zirkulär
Ron von Ommeren . Geschäftsführer MODULO Niederlande
Dr. Ute Röder . Fachbereichsleitung FB4 Umwelt und Energie
Christoph Haub . Vertriebsleiter PreZero

Inspirationsorte und Wendepunkte
Neue Wertstoffhöfe als „Inspirationsort“ und „Wendepunkt“ hin zu einer Kreislaufwirtschaft. Wir laden ein zum Austausch über neue Perspektiven. Wie müssen/sollen wir aktiv werden? Welche Ansätze – möglicherweise weg vom reinen Entsorgen und der Schulung von Trennverhalten hin zu neuen Spaces mit „anderen“ stylischen Features. Egal, ob digitale Ansätze oder das Neudenken von Dienstleistung – wohin kann die Reise gehen, um heimische Stoffkreisläufe zu schließen und damit regionale Rohstoffsicherheit anzustreben.
Der Referent Ron van Ommeren berichtet über Best-Practice aus den Niederlanden.

Fragen an die Zukunft
Wie sieht ein zukunftsfähiger Wertstoffhof aus?
Welche Szenarien bilden Nachhaltigkeit und Kreislaufprozesse ab?
Wie können innovative Module für Aufklärung, Information, neue Geschäftsmodelle etc. weiterentwickelt werden?
Diesen Fragen geht die Veranstaltungsreihe des Konsortiums Lippe zirkulär nach und sucht den Gedankenaustausch.

Von Wertstoffhöfen zur Kreislaufwirtschaft
Neue Wertstoffhöfe als „Inspirationsort“ und „Wendepunkt“ hin zu einer Kreislaufwirtschaft. Neue Perspektiven. Wie müssen/sollen wir aktiv werden? Welche Ansätze – möglicherweise weg vom reinen Entsorgen und der Schulung von Trennverhalten hin zu neuen Spaces mit „anderen“ stylischen Features. Egal, ob digitale Ansätze oder das Neudenken von Dienstleistung – wohin kann die Reise gehen, um heimische Stoffkreisläufe zu schließen und regionale Rohstoffsicherheit anzustreben.


Prozesse in der Pandemie

Das 5. Steuerungstreffen des Konsortiums Lippe zirkulär steht ganz in dem Zeichen, wie können wir trotz der Einschränkungen durch die Pandemie die Prozesse und Dialoge rund um das Thema zirkuläres Wirtschaften und Denken weiterbefördern.

Hybridveranstaltung
Das Treffen selbst findet erstmals als Hybridveranstaltung statt. Verschiedene Workshops und Veranstaltungen mit jeweils unterschiedlichen Kooperationspartner sind für die zweite Jahreshälfte in Planung.

Nachhaltige Gewerbegebiete
Neben dem Gedankenaustausch über nachhaltige und zirkuläre Orte der Zukunft im Bereich Wertstoffe / Wertstoffsammlung, -trennung und Wiedereinsetzbarkeit steht ebenfalls der Themenbereich „Nachhaltige Gewerbegebiete“ im Fokus.

Erste Schritte
Ziel der geplanten Veranstaltungen ist es von Seiten des Kreises als Genehmigungsbehörde zu motivieren und erste Schritte für eine konkrete Umsetzung aufzuzeigen. Hierbei liegt der Schwerpunkt weniger auf dem Schaffen eines Maximalkonzepts sondern es soll gestützt und befördert werden, was als unverzichtbar, denkbar, wünschenswert und „realistisch“ bei den Beteiligten angedacht wird.


Teilnehmer v.l.n.r.                                                                                                                                                    ©Kreis Lippe
Prof. Dr. Susanne Schwickert . TH Ostwestfalen-Lippe OWL . Institut für Energieforschung iFE
Dr. Thomas Hoberg . Vertriebsleiter OEM . Windmöller GmbH & CO KG
Dr. Ute Röder . Initiatorin Lippe zirkulär . Leitung FB Umwelt und Natur Kreis Lippe
Christoph Haub . PreZero
Oliver Haubner . Bertelsmann Stiftung
Birgit Essling . Geschäftsstelle Lippe zirkulär
Klaus Meyer . VDI, Energie Impuls OWL e.V., CirQualityOWL
Fabian Schoden . FH Bielefeld, Institut für Technische Energie-Systeme ITES
Carolin Pieper . Energie Impuls OWL e.V. . CirQualityOWL
Dennis Hammer . Stückweise – Unverpackt
Regina Latyschew . Koordination kommunale Entwicklungspolitik/Nachhaltigkeit Kreis Lippe
Birgit Sanders . Wandel-Werkstatt, Lippe im Wandel e.V.
Uwe Gotzeina . Kreiswirtschaftsförderung Kreis Lippe
Heike Wulf . Effizienz-Agentur NRW efa
Angelina Aziz . TH OWL, constructionLab
Birgit Reher . Stadt Bielefeld – Dezernat Umwelt

Zirkuläre Wertschöpfung fördern
Unter dem Motto „zirkuläre Wertschöpfung fördern“ treffen nahezu 30 Konsortiumsmitglieder beim 4. Steuerungstreffen Lippe zirkulär zusammen um ein erstes Resumee zu ziehen.
Gegenstand des Dialogs ist es den Mehrwert, die Nützlichkeit und Effektivität des Netzwerkes Lippe zirkulär hinsichtlich positiver Effekte für das Arbeitsjahr 2020 auszuloten und Arbeitsschwerpunkte zu definieren.

Vereinbarten Compliance Regeln und Prozessabläufe
Die im 3. Steuerungstreffen vereinbarten Compliance Regeln und Prozessabläufe mündeten und münden in zahlreiche Partnerveranstaltungen.
Während der Auftaktveranstaltung im September 2019 präsentieren sich die einzelnen Konsortiumspartner mit ihren Schwerpunkten und es zeigt sich, dass eine abgestimmte Öffentlichkeitsarbeit im Themenbereich „circular economy“ signifikant größere Reichweiten nach sich zieht. Das Fazit der Teilnehmenden von Lippe zirkulär ist ganzheitlich einstimmig: Das Netzwerk schafft erweiterte Kontakte, neue Denkprozesse, neue (Er-)Kenntnisse und bildet eine handlungsfähige „Szene“. Darüber hinaus gewinnen alle Beteiligten einen konkreten Überblick über die Akteure in der Region.
Die Offenheit, das Vertrauen und die Abgestimmtheit bilden damit die Voraussetzung für die Wirkkraft des derzeit einzigartigen Netzwerkes in Deutschland (laut der Bertelsmann Stiftung).


Teilnehmer v.l.n.r.
Dr. Ute Röder . Initiatorin Lippe zirkulär . Leitung FB Umwelt und Natur Kreis Lippe
Birgit Reher . Umweltamt Stadt Bielefeld
Fabian Schoden . FH Bielefeld. Institut für Technische Energie-Systeme ITES
Carolin Pieper . CirQuality OWL . Energie Impuls OWL e.V.
Hubert Weismantel . Wandel-Werkstatt . Lippe im Wandel e.V.
Dörthe Knefelkamp . FH Bielefeld
Birgit Essling . Geschäftsstelle Lippe zirkulär
Prof. Dipl.-Ing. Jens-Uwe Schulz . TH Ostwestfalen-Lippe OWL
Willi Kulke . LWL –Industriemuseum Ziegeleimuseum Lage
Melanie Lehmann . Oskar Lehmann GmbH & Co. KG
Regina Latyschew . Koordination Nachhaltigkeit Kreis Lippe
Mareike Sander . Koordination Geschäftsstelle Lippe zirkulär
Birgit Sanders . Wandel-Werkstatt Lippe im Wandel e.V.
Prof. Dr. Christoph Barth . TH Ostwestfalen-Lippe / Kunststofftechnik
Prof. Dr.-Ing. Eva Schwenzfeier-Hellkamp . FH Bielefeld Institut für Technische Energie-Systeme ITES, VDI OWL
Carsten Kießler . iku owl . zdi-Zentrum Lippe.MINT LippeBildung eG
Friederike David . Moderation BioConsult
musste früher gehen: Prof. Dr. Susanne Schwickert . TH Ostwestfalen-Lippe OWL . iFE Institut für Energieforschung

Beitrag zum Klimaschutz
Im Februar 2020 lädt die Geschäftsstelle Lippe zirkulär ein zu dem ganztägigen Workshop „Bildungsauftrag – Zirkuläre Wertschöpfung als Beitrag zum Klimaschutz“ um darüber nachzudenken wie wir wen für den Ansatz der zirkulären Wertschöpfung sensibilisieren können und wo wir das umsetzen wollen.
Die Teilnehmer*Innen des Workshops formulieren den Nutzen und Mehrwert gemeinsam als Konsortium aufzutreten und gebündelte, abgestimmte Öffentlichkeitsarbeit umzusetzen. Das Interesse an PartnerVeranstaltungen und PartnerFormate in kollegialer Kooperation mit agilen Denkprozessen soll der Schwerpunkt für zukünftige gemeinsame Aktivitäten sein.

Bildungsprojekte zur zirkulären Wirtschaft
In seinem Impulsvortrag erläutert Carsten Kießler, Dipl. Betriebswirt und Leiter des Instituts für Kunststoffwirtschaft (ikuowl) verschiedene Bildungsprojekte zur zirkulären Wirtschaft am Beispiel der Kunststoffbranche.

Industriemuseum Ziegelei Lage
Willi Kulke, Leiter des Ziegeleimuseum Lage, macht bei der Vorstellung seiner Einrichtung deutlich, dass sich das Industriemuseum gerne für Veranstaltungen, Konferenzen und Tagungen rund um das Thema zirkulärer Wertschöpfung öffnet und damit als „dritter Ort“ für zukünftige Aktivitäten zur Verfügung steht.

Aktions- und Kampagnenpotentiale
Insgesamt erarbeiten vier Arbeitsgruppen Aktions- und Kampagnenpotentiale für Lippe und Ostwestfalen zu den Themen: Unternehmensansprache, Vermittlung und Verbreitung in den Kommunen und Hochschulen, Touren-Konzepterstellung für eine Erlebniswelt zirkuläre Wertschöpfung (Road-Show) und Wegen für ein vereinheitlichtes Marketing in dem Bereich der circular economy.

Eine Kooperationsveranstaltung der Geschäftsstelle Lippe zirkulär, Fachbereich 4 Umwelt und Energie des Kreises Lippe und der EnergieAgentur NRW

Auftakt-Workshop Zirkuläre Wertschöpfung
Im Dezember 2018 fand der Auftakt-Workshop zum Thema Zirkuläre Wertschöpfung im Kreis Lippe statt. Hier tauschten sich Akteure aus Lippe, Ostwestfalen-Lippe und Nordrhein-Westfalen aus, um

  • die jeweiligen Berührungspunkte zur zirkulären Wertschöpfung gegenseitig kennenzulernen und
  • über offene Fragen verschiedene mögliche Handlungsbereiche zu clustern.

Zirkuläre Wertschöpfung
Dabei identifizierten die Teilnehmer die Bereiche: Hochschule, Bildungsketten, Unternehmen, Handel, Netzwerke, Fördermittel und Produkt-Design.
Die in der Gruppe erarbeitete Definition zirkulärer Wertschöpfung dient als Commitment für die weitere gemeinsame Projektarbeit, wobei hier die unterschiedlichen Sichtweisen der Akteure deutlich wurden.
Am Ende stand der Beschluss fest:
Ja, wir machen als Steuerungsgruppe weiter und fördern zirkuläre Wertschöpfung im Kreis Lippe.


Zirkuläre Wertschöpfung – Mehrwert und Perspektiven für Unternehmen

Detmold – Die Kreislaufwirtschaft als Basis zukünftiger Geschäftsmodelle?
Am 27.09.2019 diskutierten rund 165 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft in der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe über die Zukunft des (zirkulären) Wirtschaftens in Ostwestfalen-Lippe (OWL). Mit dabei waren u.a. Prof. Michael Braungart – der Vater des Cradle to Cradle-Gedankens, Zero-waste-Expertin Milena Glimbovski, der Ständige Vertreter der Abteilung Wirtschaftspolitik vom Wirtschaftsministerium NRW, Reinhold Rünker,
SCHÜCO-Nachhaltigkeitsmanager Stefan Rohrmus und PreZero Service Westfalen-Geschäftsführer Jürgen Kaiser.

Produktnutzen ohne Rohstoffverbrauch – eine Utopie oder doch machbar?
Das Neudenken von Prozessen und Werkstoffen in möglichst endlosen Verwertungszyklen – einer Kreislaufwirtschaft – ist die logische Konsequenz des Klimawandels und seinen Folgen.
Hierbei liefern z.B. alte, nicht mehr genutzte Produkte die Ausgangsstoffe für neue Waren – wertvolle Rohstoffe werden so geschont. Die Kreislaufwirtschaft gilt daher als ein möglicher Ansatz, um bestehende Prozesse und Geschäftsmodelle effizient für die Zukunft auszurichten.

Zukunftskonzept 2025
Im Zukunftskonzept 2025 des Kreis Lippe hat das Thema Kreislaufwirtschaft einen festen Platz.
„Ostwestfalen-Lippe bietet ein großes Potential für zirkuläre Wertschöpfungsketten. Zum einen sind in OWL eine Großzahl an KMUs ansässig, die meist flexibel Investitionsentscheidungen zugunsten neuer Wertschöpfungsformen treffen können. Weiterhin bietet die industrielle Struktur OWL’s die Chance, Treiber vor Ort zu finden, die aufgrund ihrer Branchentätigkeit (z.B. Sekundärrohstoffverarbeitende Unternehmen, Kunststoff-, Papier- oder Metallindustrie) und sich ändernden Rahmenbedingungen an Prozessänderungen interessiert sind“, sagt Dr. Axel Lehmann, Landrat des Kreises Lippe.

Pilotprojekte
Dr. Ute Röder, Fachgebietsleiterin Umwelt/ Energie beim Kreis Lippe ergänzt: „Die Partner von Lippe zirkulär haben sich zum Ziel gesetzt, die wesentlichen Hemmnisse im Bereich der Nachhaltigkeit, z.B. fehlender Wettbewerbsdruck, schwache Rentabilität des Nachhaltigkeitsmanagements, zu adressieren, z.B. durch gemeinsame Pilotprojekte oder Investitionen in Wissenschaft und Forschung.“

Zukunftsfragen der Kreislaufwirtschaft
Prof. Jürgen Krahl, Präsident der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL), kann Röders Aussage nur zustimmen. „Dort, wo Wirtschaft, Politik und Wissenschaft kooperieren, entsteht neues Wissen, das zu Innovationen und Unternehmensgründungen führt. Im Lehr- und Forschungsbetrieb sehen wir täglich, dass Technologien und Lösungsansätze ein kreatives Umfeld benötigen, in denen Lösungsansätze reifen können. An der TH OWL forschen wir bereits zu wichtigen Zukunftsfragen, die an die Kreislaufwirtschaft gekoppelt sind, u.a. in den Feldern Energie, Umwelt, Lebensmittel, Werkstoffe und Digitalisierung.“

Zirkuläre Wertschöpfung als Ermöglichungs-Programm
„Zirkuläre Wertschöpfung ist ein „Ermöglichungs“-Programm, das hohe Qualität und „gute“ Arbeit vereint“, sagt Reinhold Rünker, ständiger Vertreter der Abteilung Wirtschaftspolitik des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. „Effizienz schreibt lediglich die lineare Wirtschaftsentwicklung fort, indem es kostenorientiert das Verhältnis von Input zu Output verbessert (Recycling, Reuse). Zirkuläre Wirtschaft braucht aber ein Qualitätsmodell – also bessere Materialien, Prozesse und Produkte. Es geht um Reuse, Upcycling und Rethink. Nur so wird unsere hochwertige Industrie eine Perspektive haben“, argumentiert Rünker.

Investitionen in innovative Verfahren
Um Investitionen in innovative Verfahren und Geschäftsmodelle zur Sicherung der Ressourceneffektivität zu gewährleisten, kann ein produktorientierter Ansatz, in dem Rohstoffe gebraucht und weniger verbraucht werden, die Lösung sein.

Öko-Effektivität erreichen
Dieses Fazit dürfte im Sinne von Prof. Michael Braungart, Professor für Öko-Design an der Leuphana Universität Lüneburg und Vater des Cradle to Cradle-Gedankens (C2C), sein. Braungart ging in seinem Vortrag sogar noch ein Stück weiter und argumentierte, dass Öko-Effektivität nur erreicht werden könne, wenn umfassende Qualität und Nützlichkeit von Produkten zukünftig höhere Priorität genießen als die Herstellungseffizienz. „Während wir derzeit nur auf die Effizienz von Produkten und Prozessen schauen, sollte der Fokus wieder auf die Effektivität gelegt werden“, so Braungart.

Beispiele aus der Praxis
Beispiele aus der Praxis lieferten Stefan Rohrmus, Nachhaltigkeitsmanager bei SCHÜCO International, Jürgen Kaiser, Geschäftsführer von PreZero Service Westfalen – ein Unternehmen der Schwarz-Gruppe, und Milena Glimbovski, Gründerin von “Original unverpackt”, Achtsamkeits- und Nachhaltigkeitsexpertin. Rohrmus stellte in seiner Präsentation den verantwortungsvollen Umgang mit Rohstoffen im Gebäudesektor in den Mittelpunkt und zeigte, wie SCHÜCO die C2C-Prinzipien in seiner Nachhaltigkeitsstrategie verankert hat. Kaiser zeigte indes, dass die Schwarz-Gruppe neben den gängigen Instrumenten, wie Plastikreduzierung und –recyceln, zukünftig auf Redesign setzt. „Durch die Vermeidung von überflüssigen Verpackungsbestandteilen, die Überarbeitung der Verpackungszusammensetzung oder einer neuen Verpackungsgestaltung sparen wir zukünftig mehrere hundert Tonnen Plastik ohne Nachteile für den Verbraucher zu generieren“, so Kaiser.
Glimbovski verdeutlichte in ihrer Keynote, dass der „Zero waste“-Gedanke ganz einfach in den Alltag integriert werden kann – „Hürden existieren meist nur in den Köpfen“, sagt sie. Glimbovski argumentiert, dass ein Unternehmen nur so nachhaltig sein könne, wie die Menschen, die es beschäftigt.
„Es beginnt mit der Sensibilisierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, erst danach können weitere Maßnahmen zur Reduzierung von Abfall (z.B. loser Tee, Getränke in Glas-Mehrwegflaschen) folgen.“
In einer Talkrunde diskutierten Vertreter und Anwender zirkulärer Wertschöpfung mit dem Auditorium, wie diese „neuen“ Ideen ertragreich in zukünftige Arbeitsprozesse eingebracht werden können. Rund um die Veranstaltung fand eine Ausstellung mit BEST PRACTICE-Beispielen statt, die über regionale, unternehmerische und forschungsorientierte Ansätze informierte. So stand die EnergieAgentur NRW etwa Rede und Antwort zum Thema Finanzierungs- und Geschäftsmodelle. Beispiele aus Hochschule, Industrie und Handwerk zeigten, welche Potenziale die zirkuläre Wertschöpfung hinsichtlich Kostensenkung und Wachstum bereithält.

Autorin
Denise Hohenstein .
ehem. Geschäftsstellenleitung Future Energy . Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Ziel der AG Netzwerken
Ziel ist die Ansprache von Industrieunternehmen, um hier Impulse zu geben.

Motivation für Unternehemen
In Workshop und lockerer Austauschatmosphäre soll es darum gehen zu ermitteln, welche Motivation Unternehmen haben, sich in Richtung zirkulärer Wertschöpfung auf den Weg zu begeben.
Eigenen Rollen, zukünftige Entwicklungsszenarien für das Unternehmen bis hin zu erforderlichen Rahmenbedingungen, die bestehende Hemmnisse im prozessorientierten Austausch reflektieren und einordnen.

Vorstellung der unterrichteten Bildungsmodule
des Studiengangs Innenarchitektur.

  • Eröffnung des Grünen Salons.
  • Idee eines lokalen Projektes zwischen Hochschule, Wirtschaft und der Verwaltung.
  • Schaffung eines Showrooms als Unterrichts- und Demonstrationsobjektes.
  • Bildungscontainer, jährlich ein Programm, wozu man bewusst Externe einlädt.
  • Integration des Projektes „Konstruktion“.
  • Studentischer Input.